Auslandsjahr Bath 2006/07

Mittwoch, Oktober 17, 2007

Mein neuer Blog

Hab mir gedacht, bevor ich alle Madrid Geschichten mit den Bath Sachen vermische, erstelle ich lieber einen neuen Blog.
Also alles alte von Bath hier.
Alles neue über Madrid dort: http://madrid2008.blogspot.com/

Mittwoch, September 26, 2007

Und weiter im Program

Nachdem ich nun das Kapitel Bath fürs erste abgehakt habe und auch in Aachen soweit mit meinem Studium durch bin (Klausurmäßig) heißt es nun neue Sachen entdecken und praktische Erfahrung sammeln.
Da ich ab Oktober in Madrid bei Telefonica Investigación y Desarrollo (Research & Development) für ein halbes Jahr mein Fachpraktikum machen werde, kann ich auch direkt weiter in diesem Blog darüber berichten. Der Name vom Blog ist dann zwar unpassend, aber ist ja egal.

Der Plan ist der Folgende: Ich werde schon morgen aus Aachen wieder zu meinen Eltern ziehen und dann am 09.10 nach Madrid fliegen um dort ein piso compartido zu finden. Habe dafür einfach mal ne Woche eingeplant, und muss mit oder ohne Unterkunft am 15.10 anfangen zu arbeiten.

Unterstützung habe ich vor Ort durch Carmen, Maria, Paula und Cristina. Vier der ziemlich vielen Spanierinnen, die ich aus Bath kenne und die in Madrid studieren bzw. arbeiten.

Also ich bin gespannt. Wer vorbeikommen will soll sich melden ...;)


PS: unten ist noch ein Foto Nachtrag von Schottland und Newcastle

Ein Foto Nachtrag

Hier wollte ich einfach nochmal ein paar Fotos von Sehenswürdigkeiten posten. Dabei sind Bilder aus Newcastle und Schottland.

Newcastle
Hier ein drei Bilder von Alnwick Castle, die manch einem eventuell bekannt vorkommen, da diese Burg hauptsächlich für innen und Außenaufnahmen von Hogwards genutzt wurden.
Harry Potter war jedoch wieder nicht da. Habe aber wohl gelesen, dass im Oktober wieder in Lacock Abbey (neben Bath) für HP6 gedreht wird.






Schottland:
Ein paar ausgewählte Bilder unsere Schottland Tour von Edinburgh über die Highlands zur Isle of Skye und über Fort Williams zurück nach Glasgow.

Erstmal die Highland Games in der Nähe von Edinburgh. Mit allem Drum und Dran. Dudelsack, Tanzen, Tossing the Caber und Zwergenweitwurf.




Bilder von Ben Nevis, den höchstem Punkt Britanniens. Mit Schnee oben drauf und Golfern.







Und zum Schluss noch zwei Bilder von Loch (Namen vergessen, aber nich Ness) und Glencoe, dem unglaublich riesigem Felsmassiv.


Dienstag, Juni 26, 2007

Wieder zu Hause, Erasmus zu Ende

Ja, hatte dann doch keine Zeit/Lust mehr in den letzten Wochen meines Aufenthaltes etwas zu schreiben. Mittlerweile bin ich wieder in Deutschland und die Dinge haben sich schon langsam wieder zum Alltag normalisiert. Seit meinem letzten Post im Mai, der mitten in der Prüfungsperiode lag habe ich zusammengefasst noch die folgenden Sachen erlebt:
- Meine Prüfungen geschrieben
- Jede Menge Happy Hour Partys nach den Prüfungen
- noch mehr Prüfungsendepartys
- Dominik und Benni waren zu besuch
- Urlaub in Schottland
- Prüfungen für das Cambridge Certificate of Proficiency geschrieben
- Soooo vielen Leuten auf wiedersehen gesagt
- Die meisten Leute beim Ausziehen aus Pulteney Court beobachtet
- Meine Eltern für zwei Tage in Bath bespaßt
- Models in Unterwäsche im A&F London beobachtet

Die Prüfungsperiode verlief noch ziemlich eintönig bis zum 24.05, an dem ich meine Accounting Klausur schreiben durfte. Wir haben uns in den Pausen immer in einem der Cafes auf dem Campus getroffen und es war im Endeffekt eine der besten Prüfungsperioden die ich je hatte. Irgendwie vermisse ich schon die Bibiliothek und alle Leute die mit einem litten. Nach meiner letzten Klausur am Donnerstag war natürlich erstmal Party für ein paar Tage angesagt. Zum Glück gab es die Happy Hour und andere End-of-Term Veranstaltungen die mit Billig-Bier und guter Laune warben.
Die Woche drauf, war die letzte Woche der dreiwöchigen Prüfungsperiode und alle Studenten waren fertig. Zu dem Zeitpunkt kamen dann auch Dominik und Benni aus London zu Besuch mit denen wir (und ich glaub mit allen Pharmacy-Mädels) aus Bath nach Bristol in den Oceana Nightclub fuhren. Der Laden war supervoll und wir hinterher auch. Zum Glück gab es kein Surfboard...
Dann war es auch schon Freitag, und die ersten seriösen Verabschiedungspartys fanden statt. Ungünstig für uns, da wir Samstag unseren Flug nach Edinburgh gebucht hatten und mit Kater reisen ist nicht erfahrungsgemäß nicht unbedingt empfehlenswert.
Stefan, Chelsea und ich kamen jedoch nur etwas müde (ich jedenfalls) in Schottland an, und machten uns nach der Shuttlebusfahrt in die Stadt auf die Suche nach unserem Hostel. Das Hostel war schwer zu finden, wir durften aber umsonst dort schlafen. Wer wissen will warum, soll mich direkt fragen, da wir dem Eigentümer versprochen haben Stillschweigen zu bewahren :-/.
Edinburgh ist an sich ne coole Stadt. Die Burg steht mitten in der Stadt auf einer Klippe und die 400 Jahre alte Royal Mile führt runter zum "Arthurs Seat" einer zweiten sehr hohen Klippe auf der anderen Seite der Stadt. Wir kuckten uns alles (alles!) an, und machten sogar eine der nächtlichen Ghost-Touren mit, welche ziemlich langweilig und einschläfernd war. Während unseres Aufenthaltes verliebte ich mich direkt in das wohlmöglich schottische, nicht-alkoholische Nationalgetränk Irn-Bru. Loaded with Sugar and Caffeine, wie es angepriesen wird soll es das beste Anti-Kater Getränk sein, wo gibt. Es ist so acidic (?), dass man Münzen mit ihm säubern kann.
Einen weiteren Reisebericht werde ich die Tage mal zusammen schreiben, eventuell den von Irland auch mal fertig machen, und hier veröffentlichen. Über Newcastle und York werde ich vielleicht auch nochmal berichten. (Im Notfall werde ich einfach einen Link zu Chelseas Blog setzten, die, wenn sie nicht schlief, alles in ihrem Handbüchlein mitschrieb.) Es wird auf jeden Fall spannend: haarige Männer in Röcken, ich auf dem höchsten Berg Englands, unsere Nessie-Fang Expedition und kühne Aufopferung beim Verzehr des schottischen Nationalgerichtes "Haggis".

Als wir aus Schottland wiederkamen, waren schon viele der Erasmus Studenten für immer in der Heimat. Die, die noch da waren lernten eifrig für das Cambridge Exam. Diese Prüfung war auf zwei Tage aufgeteilt. Kommenden Sonntag war Sprechen und Listening angesetzt, den Donnerstag drauf Schreiben, Lesen, Grammatik. Alles in allem eine ziemlich Nervenaufreibende Veranstaltung. Ich war außerdem nicht der einzige der seine Englisch-Redekünste vor dem Speaking-Exam mit einem Pint in der Parade Bar dopen wollte. Wir taten es dann doch nicht, weil uns unsere Fahne eventuell verraten hätte.
Nach kleinen Vorbereitungen unter dem Rest der Woche (wir kamen erst Donnerstag Abend aus Glasgow wieder) verlief der Sonntag jedoch ganz gut. Mein Redethema war "The importance of childhood influences". Selten so einen Schwachsin gelabert. Nach den Prüfunden hatten wir ein paar Bierchen auf dem Campus und gingen danach zu einem der besten BBQs mit anderen Erasmus Studenten in der Nachbarschaft.
Über die nächste Woche wurde die Anzahl der Studenten in Bath immer kleiner und es gab immer mehr Verabschiedungen. Man lud sich gegenseitig in seine Heimatländer ein und hoffte auf ein allgemeines Wiedersehen.
Donnerstag war dann der zweite Teil des Cambridge Exams, welcher sich mit 6 Studen zuzüglich Pausen über den ganzen Tag erstreckte. Am Samstag verließ dann der Rest Pulteney Court und ich befand mich alleine in unserer Wohnung "Flat 2", und mit Karol, Nils, Alessia und Jonathan als der harte Kern in Pulteney. Meine Eltern kamen jedoch am Nachmittag in Bath an, und es hieß auch für mich alles zusammen packen und von dem Ort in dem ich für mehr als 10 Monate lebte, Abschied zu nehmen.

Erasmus war defintiv die beste Erfahrung, die ich bisher machen durfte, und ich hatte die beste Zeit meines Lebens mit den Leuten, der Uni und der Stadt.

Montag, Mai 14, 2007

Mein Leben in der Library

Lieber Tagesbuch,
Da ja im Moment Revision und Examination Period ist, hat sich mein Leben auf Lernen, Kaffee und Bier beschränkt. Wenn ich morgens gut raus komme, bin ich um 9 auf dem Campus um einen der heiß begehrten Lernplätze in der Bibliothek zu erkämpfen. Auf den 5 Stockwerken der Lib gibt es immer ein paar Quiet Study Areas die mit Cubicles gepflastert sind. Dort kann man dann lernen oder schlafen. (Letzteres ist nicht zu empfehlen, da man von der Security unsanft geweckt wird). Im Allgemeinen herscht dort eine ziemlich depressive Stimmung und die Cubicles haben den komischen Effekt, dass sobald man sich hinsetzt man sofort müde und total gelangweilt ist (ich denke dieser Satz ist grammatikalisch nicht so korrekt, ist mir aber egal).

In Level 5 bin ich und noch ein paar andere Erasmus Studenten anzutreffen. Dort ist die "Kontrolle" am strengsten. Es gibt zwei kleine, japanische möchtegern Sheriffs, die einen auf alle Verstöße hinweisen die man begehen kann. Heute habe ich alleine 3 Warnungen kassiert weil ich a) meinen Platz länger als 15 Minuten verlassen habe und meine Sachen liegen gelassen habe. (Man bekommt dann eine nette Notiz: "This study place is now monitored by library staff". Habe jedoch noch nicht getestet, was passiert wenn die wieder vorbeikommen und die Notiz immer noch da liegt. Wahrscheinlich werden aber alle Habseligkeiten entfernt und vernichtet.) und b) Kaffee am Arbeitsplatz getrunken habe. Nicht so gern gesehen.

Ob ich in der Bibliothek jedoch effektiver lernen kann, will ich nicht behaupten. Die Ablenkung in Form Computer fällt weg, wird jedoch durch Freunde ersetzt mit denen man Kaffee trinken gehen kann. (und natürlich leicht bekleidete Engländerinnen nicht zu vergessen). Das Ergebnis werde ich nächste Woche sehen, wenn ich meine drei aufeinander folgende Klausuren bestreiten werde (ElecEng, ComputerScience, Management). Es ist nicht so toll für 3 komplett verschiedene Sachen gleichzeitig zu lernen, und es würde mich nicht wundern, wenn ich in meiner Accounting and Finance Klausur irgendwelche Bandbreiteneffizienten berechnen würde, oder anfangen würde Quellcode für die Compilergenerierung zu schreiben.
Nächsten Donnerstag ist jedoch alles vorbei. Dann kommt nur noch der Cambridge Certificate of Proficiency Marathon, in dem man so ziemlich auf alles in Verbindung mit Englisch geprüft wird. Bis dahin.
Dein Lukaaas